Trinkbedürfnis
Das Trinkbedürfnis von Hauskatzen: Ein wichtiger Aspekt der Gesundheit
Katzen sind von Natur aus keine großen Trinker. Ihre Vorfahren stammen aus Wüstenregionen, wo Wasser knapp war. Daher decken sie einen Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung. Besonders bei Katzen, die Nassfutter erhalten, ist das Trinken weniger ausgeprägt.
Warum ist ausreichendes Trinken wichtig?
- Nierenfunktion: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Nierenfunktion und beugt Nierenerkrankungen vor, die bei Katzen häufig vorkommen.
- Harnwege: Genügend Wasser hilft, Harnwegsinfektionen und Harnsteinen vorzubeugen.
- Verdauung: Wasser ist wichtig für eine gesunde Verdauung.
- Allgemeines Wohlbefinden: Dehydrierung kann zu Lethargie, Appetitlosigkeit und anderen gesundheitlichen Problemen führen.
Wie viel sollte eine Katze trinken?
- Eine Faustregel besagt, dass eine Katze etwa 40-60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag trinken sollte.
- Der Bedarf kann je nach Futterart, Aktivitätslevel und Umgebungstemperatur variieren.
- Katzen, die Trockenfutter bekommen, benötigen mehr Wasser als Katzen, die Nassfutter fressen.
Tipps, um das Trinken anzuregen:
- Stellt mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Orten in der Wohnung auf.
- Verwendet breite, flache Näpfe, da viele Katzen es nicht mögen, wenn ihre Schnurrhaare den Rand berühren.
- Bietet frisches, sauberes Wasser an. Aber auch Regenwasser ist sehr beliebt.
- Einige Katzen bevorzugen fließendes Wasser. Ein Trinkbrunnen kann eine gute Option sein.
- Gelegentlich kann man das Wasser mit etwas Thunfischsaft, oder ungesalzener Hühnerbrühe geschmacklich interessanter machen.
Wann zum Tierarzt?
- Wenn die Katze plötzlich viel mehr oder viel weniger trinkt als sonst.
- Wenn ihr andere Symptome wie Lethargie, Appetitlosigkeit oder Veränderungen im Verhalten bemerkt.
Es ist wichtig, das Trinkverhalten der Katze zu beobachten und sicherzustellen, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.