Gastroenteritis
Gastroenteritis, oder Magen-Darm-Entzündung, ist eine häufige Erkrankung bei Hauskatzen. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und wird durch verschiedene Faktoren verursacht.
Ursachen:
- Infektionen: Viren (z. B. Felines Panleukopenie-Virus), Bakterien (z. B. Salmonellen) oder Parasiten (z. B. Würmer)
- Ernährung: Futterunverträglichkeiten, plötzliche Futterumstellung, verdorbenes Futter
- Vergiftungen: Aufnahme von giftigen Substanzen (z. B. Pflanzen, Reinigungsmittel)
- Stress: Veränderungen im Umfeld, Reisen
- Andere Erkrankungen: Entzündliche Darmerkrankungen, Pankreatitis
Symptome:
- Erbrechen
- Durchfall (flüssig, schleimig oder blutig)
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- Dehydrierung (Austrocknung)
- Lethargie (Teilnahmslosigkeit)
- Fieber
Behandlung:
Die Behandlung hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung ab.
- Tierärztliche Untersuchung: Bei schweren Symptomen oder anhaltenden Beschwerden ist ein Tierarztbesuch unerlässlich.
- Flüssigkeitszufuhr: Bei Dehydrierung kann eine Infusion notwendig sein.
- Schonkost: Leicht verdauliches Futter zur Entlastung des Magen-Darm-Trakts.
- Medikamente: Gegen Übelkeit, Durchfall oder zur Behandlung der zugrunde liegenden Ursache (z. B. Antibiotika bei bakteriellen Infektionen).
- Hausmittel: In manchen fällen kann der Tierarzt Empfehlungen für Hausmittel geben, dies sollte aber unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen sein.
Vorbeugung:
- Regelmäßige Entwurmung und Impfungen
- Hochwertiges, ausgewogenes Futter
- Saubere Katzentoilette und Futternäpfe
- Stressreduktion
- Vermeidung von Giftigen Substanzen im Haushalt
Wann zum Tierarzt?
- Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall (länger als 24 Stunden)
- Blut im Erbrochenen oder Kot
- Starke Bauchschmerzen
- Anzeichen von Dehydrierung (z. B. eingefallene Augen, trockene Schleimhäute)
- Lethargie oder Schwäche
Wichtiger Hinweis: Bei Verdacht auf Gastroenteritis solltet ihr immer einen Tierarzt konsultieren.