Duftdrüsen
Duftdrüsen bei Hauskatzen: Kleine Drüsen, große Wirkung
Hauskatzen sind wahre Meister der Kommunikation, und ein wichtiger Teil ihres "Gesprächs" läuft über Duftmarken. Diese werden von speziellen Duftdrüsen produziert, die sich an verschiedenen Stellen ihres Körpers befinden:
- Analdrüsen: Diese Drüsen befinden sich in der Nähe des Afters und produzieren ein Sekret, das beim Kotabsatz freigesetzt wird. Es dient der Reviermarkierung und enthält wichtige Informationen über die Katze.
- Pfoten: Zwischen den Zehenballen haben Katzen Duftdrüsen, die beim Kratzen an Gegenständen Duftmarken hinterlassen. So markieren sie ihr Revier und signalisieren anderen Katzen ihre Anwesenheit.
- Gesicht: An Wangen, Kinn und Stirn befinden sich ebenfalls Duftdrüsen. Durch das Reiben des Gesichts an Gegenständen oder Menschen hinterlassen Katzen ihren individuellen Duft.
- Schwanz: Auch am Schwanzansatz befinden sich Duftdrüsen. Durch das Aufstellen des Schwanzes und das Reiben an Gegenständen verteilen Katzen ihren Duft.
Warum sind Duftmarken so wichtig?
Duftmarken dienen verschiedenen Zwecken:
- Reviermarkierung: Katzen markieren ihr Revier, um anderen Katzen zu signalisieren, dass dieses Gebiet bereits besetzt ist.
- Kommunikation: Duftmarken enthalten Informationen über das Alter, Geschlecht und den Gesundheitszustand einer Katze.
- Soziale Bindung: Durch das Reiben aneinander tauschen Katzen ihre Düfte aus und stärken so ihre soziale Bindung.
- Wohlbefinden: Das Markieren des Reviers gibt Katzen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden.
Besonderheiten
- Das sogenannte "Spritzen" mit Urin ist eine sehr intensive Form der Reviermarkierung, die vor allem von unkastrierten Katern gezeigt wird.
- Auch das sogenannte "Köpfchen geben" ist eine Form der Duftübertragung. Katzen reiben ihren Kopf an Gegenständen oder Menschen, um ihren Duft zu hinterlassen.
Duftdrüsen sind also ein wichtiger Bestandteil der Katzensprache und tragen maßgeblich zum sozialen Verhalten und Wohlbefinden unserer Samtpfoten bei.