Dermatomykosen


Dermatomykosen (Hautpilz) bei Hauskatzen

 

Dermatomykosen, allgemein bekannt als Hautpilz, sind eine häufige Pilzinfektion bei Katzen. Sie werden durch Dermatophyten verursacht, Pilze, die sich von Keratin ernähren, einem Protein, das in Haut, Haaren und Krallen vorkommt.

 

Ursachen

  • Direkter Kontakt: Hauptsächlich durch Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierten Gegenständen (z. B. Bürsten, Decken).
  • Geschwächtes Immunsystem: Junge, alte oder immungeschwächte Katzen sind anfälliger.
  • Umweltfaktoren: Warme, feuchte Umgebungen begünstigen das Pilzwachstum.

 

Symptome

  • Haarausfall, oft in kreisförmigen Mustern.
  • Schuppige, gerötete Haut.
  • Juckreiz, der zu Kratzen und weiteren Hautschäden führen kann.
  • Veränderungen an den Krallen (z. B. Brüchigkeit, Verfärbung).

 

Diagnose

  • Klinische Untersuchung: Der Tierarzt untersucht die Haut und das Fell der Katze.
  • Woodsche Lampe: Eine spezielle UV-Lampe kann bestimmte Pilzarten sichtbar machen.
  • Pilzkultur: Eine Probe von Haaren oder Hautschuppen wird im Labor angezüchtet, um den Pilz zu identifizieren.
  • PCR-Test: Eine molekularbiologische Methode, die Pilz-DNA nachweisen kann.

 

Behandlung

  • Antimykotische Medikamente: Topische Cremes oder Shampoos, in schweren Fällen auch orale Medikamente.
  • Umgebungshygiene: Gründliche Reinigung und Desinfektion von Schlafplätzen, Bürsten und anderen Gegenständen.
  • Isolation: Infizierte Katzen sollten von anderen Haustieren isoliert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

 

Wichtig

  • Dermatomykosen sind zoonotisch, das heißt, sie können auf den Menschen übertragen werden.
  • Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und Komplikationen zu vermeiden.
  • Bei Verdacht auf Hautpilz sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.