LaPerm
Die charmante LaPerm-Katze und ihr lockiges Geheimnis
Die LaPerm ist eine relativ junge und faszinierende Katzenrasse, die sofort durch ihr einzigartiges lockiges Fell ins Auge fällt. Doch diese Katzen haben mehr zu bieten als nur ihr auffälliges Äußeres. Mit ihrem ebenso liebenswerten Charakter erobern sie schnell die Herzen von Katzenliebhabern und erweisen sich als wundervolle Begleiter für unterschiedlichste Lebensstile. Dieser Beitrag beleuchtet die spannende Geschichte, die charakteristischen Merkmale, das angenehme Wesen, die unkomplizierte Pflege und die allgemeine Gesundheit dieser besonderen Katze.
Die Entstehung einer einzigartigen Rasse: Von der Farm zur Anerkennung
Die bescheidenen Anfänge in Oregon
Die Geschichte der LaPerm-Katze begann in den frühen 1980er Jahren auf einer Kirschfarm in Dalles im US-Bundesstaat Oregon, die Linda und Richard Koehl gehörte. Ursprünglich hielten die Koehls Katzen, um die Nagerpopulation auf ihrem Anwesen in Schach zu halten. Inmitten dieser Gruppe von gewöhnlichen Hauskatzen ereignete sich eine spontane natürliche Mutation, die zur Geburt eines Kätzchens mit lockigem Fell führte. Dieses unerwartete Ereignis markierte den Beginn einer ganz neuen Katzenrasse. Die Mutterkatze, eine braune getigerte Kurzhaarkatze namens Speedy, brachte 1982 einen Wurf von Kätzchen zur Welt, darunter ein einzigartiges, lockig behaartes Junges namens Curly. Alle heutigen LaPerm-Katzen können ihre Abstammung auf diese bemerkenswerte Katze zurückführen. Die Entdeckung von Curly und die Entwicklung der LaPerm-Rasse sind somit eine faszinierende Geschichte eines zufälligen Ereignisses, das die Katzenwelt bereicherte.
Curly's ungewöhnliche Entwicklung
Curly hatte einen ungewöhnlichen Start ins Leben: Sie wurde völlig kahl geboren, wies aber ein sichtbares Tabby-Muster auf ihrer Haut auf. Dieses anfängliche Fehlen von Fell war ein charakteristisches Merkmal, das bei den ersten LaPerm-Kitten beobachtet wurde. Doch dann geschah eine überraschende Verwandlung: Im Alter von etwa acht Wochen entwickelte Curly ein weiches, lockiges Fell. Diese unerwartete Veränderung von kahl zu lockig war ein entscheidender Moment in der Entstehung der Rasse. Curly brachte später weitere Würfe zur Welt, und viele ihrer Nachkommen zeigten ebenfalls das lockige Fell, wobei einige von ihnen ebenfalls zunächst kahl geboren wurden. Dies deutete darauf hin, dass ein dominantes Gen für die Locken verantwortlich war. Dieses Muster der anfänglichen Kahlheit, gefolgt vom Wachstum eines lockigen Fells, deutet auf eine einzigartige genetische Expression hin, die für die frühe Entwicklung der LaPerm-Rasse charakteristisch war.
Die Namensgebung und erste Anerkennung
Die Koehls waren zunächst keine professionellen Katzenzüchter und ließen die lockig behaarten Katzen etwa ein Jahrzehnt lang auf ihrer Farm natürlich vermehren. In dieser Zeit konnten sie beobachten, wie sich dieses einzigartige Merkmal weitervererbte. Erst in den frühen 1990er Jahren entschied sich Linda Koehl, der Rasse einen Namen zu geben: "LaPerm". Dieser Name ist eine Anspielung auf das französische Wort "la vague" (die Welle) und verweist auf das wellige oder gekräuselte Fell der Katzen. Interessanterweise folgt die Namensgebung der LaPerm einer Tradition der Chinookan-Sprache, einer indigenen Sprache der Region, französische Wörter mit einem bestimmten Artikel zu versehen, wie beispielsweise in den Wörtern "la pipe" (die Pfeife) und "la pomme" (der Apfel). Diese Verbindung zur lokalen Kultur verleiht dem Namen der Rasse eine zusätzliche Bedeutungsebene.
Der Weg zur Rasseanerkennung
Linda Koehls Neugier und die wachsende Anzahl lockiger Katzen auf ihrer Farm veranlassten sie schließlich, die Anerkennung für diese einzigartigen Tiere zu suchen. Sie nahm erstmals Kontakt zur organisierten Katzenzucht auf, und ihre Katzen erregten auf frühen Katzenausstellungen überraschend großes Interesse. Dies war der Beginn der Reise der LaPerm zur offiziellen Anerkennung als eigenständige Rasse. In der Folge erkannten Züchter und Liebhaber die Besonderheit der LaPerm und entwickelten Zuchtprogramme, die darauf abzielen, das lockige Fell und andere Rassemerkmale zu erhalten und zu standardisieren. Ein wichtiger Schritt war die Gründung der LaPerm Society of America im Jahr 1997, die maßgeblich dazu beitrug, die Anerkennung der Rasse durch bedeutende Katzenzuchtverbände voranzutreiben. Schließlich erreichte die LaPerm wichtige Meilensteine: The International Cat Association (TICA) erkannte die Rasse im Jahr 2002 an, und die Cat Fanciers' Association (CFA) akzeptierte sie im Jahr 2000 zur Registrierung und verlieh ihr 2008 den Championship-Status. Diese Anerkennungen unterstreichen die wachsende Akzeptanz und Wertschätzung der LaPerm innerhalb der Katzenzuchtgemeinschaft.
Genetische Einzigartigkeit
Genetische Untersuchungen haben bestätigt, dass das lockige Fell der LaPerm durch ein einzigartiges, dominantes Gen verursacht wird, das als Lp-Gen bezeichnet wird. Dieses Gen unterscheidet sich von den Genen, die für das lockige Fell anderer Rex-Rassen wie der Cornish Rex und der Devon Rex verantwortlich sind. Es gibt auch die Theorie, dass die LaPerm möglicherweise genetische Verbindungen zu Siam- und Manx-Katzen aufweist, obwohl dies nicht endgültig bewiesen ist. Die dominante Natur des Lp-Gens bedeutet, dass bereits ein Elternteil mit lockigem Fell dieses Merkmal an seine Nachkommen weitergeben kann. Diese genetische Besonderheit erklärt, warum sich das lockige Fellmerkmal so konsequent von der ursprünglichen Curly an die nachfolgenden Generationen weitervererbt hat.
Ein Blick auf das Äußere: Mehr als nur Locken
Der charakteristische Lockenmantel
Das auffälligste Merkmal der LaPerm ist zweifellos ihr weiches, gewelltes oder lockiges Fell, das das Markenzeichen der Rasse ist. Die Intensität der Locken kann variieren, von leichten Wellen bis hin zu engen Ringellocken und sogar korkenzieherartigen Formationen, was jeder Katze ein einzigartiges Aussehen verleiht. Die Textur des Fells wird oft als federnd, leicht und luftig beschrieben, mit einer leicht rauen Haptik, die eher an Mohair als an Seide erinnert. Die dichtesten und am stärksten ausgeprägten Locken finden sich typischerweise am Hals (als Krause), an der Kehle und an der Basis der Ohren. Diese Variationen in der Lockenart und die einzigartige Textur tragen zum individuellen Erscheinungsbild jeder LaPerm bei.
Kurzhaar vs. Langhaar
Innerhalb der LaPerm-Rasse gibt es zwei deutliche Felllängenvarianten: Kurzhaar und Langhaar. Beide Varianten weisen die charakteristischen Locken der Rasse auf. Das Fell der kurzhaarigen LaPerm hat eine leichte, federnde Textur, die dazu neigt, vom Körper abzustechen und oft eine natürliche Teilung entlang des Rückens aufweist. Ihre Schwänze werden typischerweise als Flaschenbürsten beschrieben, was zu ihrem verspielten Aussehen beiträgt. Das Fell der langhaarigen LaPerm ist halblang mit einer luftigen Textur, was zu einem etwas zotteligeren oder "ungepflegten" Erscheinungsbild führt. Ihr Schwanz ist buschig und ebenfalls lockig, was ihrer eleganten Silhouette eine besondere Note verleiht. Langhaarige Varianten können auch an den Ohren charakteristische Luchspinsel aufweisen.
Kopf und Gesichtszüge
Der Kopf der LaPerm hat eine modifizierte Keilform mit leicht gerundeten Konturen, was ihr einen sanften Ausdruck verleiht. Die Schnauze ist mäßig breit mit abgerundeten Konturen und einem leichten Whisker Pinch, was zu ihren harmonischen Gesichtszügen beiträgt. Das Nasenprofil ist gerade mit einem sanften Übergang zur Stirn. Ihre mittelgroßen bis großen, mandelförmigen Augen sind ausdrucksvoll und können eine breite Palette von Farben aufweisen, darunter Kupfer, Gold, Gelb, Grün, Blau und Aqua. Es ist auch möglich, dass sie Heterochromie (unterschiedlich farbige Augen) haben, was ihren einzigartigen Charme noch verstärkt. Die Ohren sind mittelgroß bis groß, an der Basis leicht ausgestellt und haben oft eine becherartige Form mit abgerundeten Spitzen. Langhaarige LaPerm können an den Ohrspitzen ausgeprägte Luchspinsel (Haarbüschel) und längeres, lockiges Fell im Inneren der Ohren haben, das manchmal als "Ohrenschützer" bezeichnet wird. Ein weiteres charmantes Merkmal sind ihre ausgeprägten, geknickten Augenbrauen und langen, gelockten Schnurrhaare.
Körperbau und Größe
Die LaPerm ist eine mittelgroße Katze mit einem gut proportionierten, muskulösen und athletischen Körperbau. Sie ist weder zu groß noch zu zierlich, sondern besitzt einen robusten und agilen Körper. Sie hat relativ lange Beine und einen mäßig langen Hals, was zu ihrer anmutigen Haltung beiträgt und ihr schnelle Bewegungen ermöglicht. Oft scheint sie "hoch auf den Füßen" zu stehen. Trotz ihrer moderaten Größe kann sie sich beim Hochheben überraschend schwer anfühlen, was auf ihre solide Statur hindeutet. Weibliche LaPerm wiegen in der Regel zwischen 2,2 und 3 Kilogramm (5 bis 7 Pfund), während Kater zwischen 2,7 und 3,6 Kilogramm (6 bis 8 Pfund) wiegen. Einige Quellen geben eine etwas größere Spanne von 2,2 bis 5,4 Kilogramm (5 bis 12 Pfund) an.
Fellfarben und Muster
Die LaPerm-Rasse präsentiert sich in einer beeindruckenden Vielfalt an Farben und Mustern, wobei alle anerkannten Katzenfarben und -muster gemäß den Rassestandards zulässig sind. Diese große Auswahl stellt sicher, dass für fast jeden Geschmack eine passende LaPerm zu finden ist. Zu den häufig vorkommenden Farben und Mustern gehören Tabby (in verschiedenen Varianten wie klassisch und getickt), Rot, Schildpatt, Schwarz, Weiß, Blau, Creme, Chocolate, Lilac und Point. Die ungewöhnlichen Farben, die in den frühen Tagen der Rasse auftraten, wie Lilac und Chocolate, wurden von Züchtern gezielt gefördert, was das einzigartige genetische Erbe der Rasse und das Engagement für die Erhaltung dieser schönen Variationen unterstreicht.
Das Wesen der LaPerm: Anhänglich, verspielt und intelligent
Ein liebevoller und sozialer Gefährte
Die LaPerm besitzt ein allgemein sanftes, freundliches und anhängliches Wesen. Sie baut enge Beziehungen zu ihren menschlichen Familien auf und genießt die Gesellschaft von Menschen, wobei sie oft deren Nähe sucht. Ihr soziales Wesen und ihr Wunsch nach Gesellschaft bedeuten, dass sie in Haushalten aufblühen, in denen sie viel Aufmerksamkeit und Interaktion erhalten. Sie sind keine Katzen, die gerne lange allein gelassen werden. Oft werden sie als "lockig behaarte Schmusekatzen" bezeichnet, die es lieben, auf dem Schoß zu liegen und mit ihren Besitzern zu kuscheln, wobei sie diese oft mit sanftem Schnurren begrüßen.
Aktiv und verspielt
Trotz ihrer Vorliebe für Zuneigung sind LaPerms auch aktive, neugierige und verspielte Katzen. Sie genießen es, an Spielen teilzunehmen und ihre Umgebung mit Begeisterung zu erkunden. Ihre starken Jagdinstinkte, ein Erbe ihrer Vorfahren als Farmkatzen, zeigen sich oft in ihrer Freude am Jagen und Spielen mit Spielzeug, insbesondere mit solchen, die Beute nachahmen. Sie neigen dazu, ihren Menschen im Haus zu folgen, eifrig daran interessiert, an den täglichen Aktivitäten teilzunehmen und zu sehen, was jeder so treibt. Überraschenderweise genießen sie auch Spiele wie Apportieren, ein Verhalten, das eher mit Hunden in Verbindung gebracht wird, was ihre verspielte und interaktive Natur unterstreicht.
Intelligent und lernwillig
Die LaPerm gilt als intelligente Rasse, die im Allgemeinen bestrebt ist, ihren Besitzern zu gefallen, was sie relativ leicht trainierbar macht. Sie sind bekannt für ihre Fähigkeit, Probleme zu lösen und schnell zu lernen. Sie können grundlegende Befehle und Tricks erlernen, was ihre Intelligenz und Trainierbarkeit weiter unterstreicht. Dies macht sie zu einer lohnenden Rasse für Besitzer, die gerne mit ihren Haustieren durch Training und Spiel interagieren. Sie brauchen sowohl geistige als auch körperliche Anregung.
Umgang mit Kindern und anderen Tieren
LaPerms sind im Allgemeinen für ihr geduldiges und gutmütiges Wesen bekannt, was sie zu einer guten Wahl für Familien mit Kindern und anderen Haustieren, einschließlich Hunden und anderen Katzen, macht. Sie sind in der Regel sozial und genießen die Gesellschaft anderer Tiere. Allerdings ist Vorsicht geboten bei sehr kleinen Kindern, die möglicherweise versucht sind, an ihren Locken zu ziehen, was für die Katze unangenehm sein könnte. Ältere Kinder, die einen sanften Umgang verstehen, sind in der Regel besser geeignet.
Nicht immer ein Schoßtier im klassischen Sinne
Obwohl sie Zuneigung und Kuscheln genießen, ist es wichtig zu wissen, dass einige LaPerms aktiver sein können und weniger dazu neigen, ständig auf dem Schoß zu liegen als manche andere Rassen. Ihr Wunsch nach Aktivität kann manchmal ihre Vorliebe für das bloße Stillsitzen auf dem Schoß überwiegen. Sie genießen eher interaktive Spielsitzungen. Es ist jedoch auch richtig, dass viele LaPerms es lieben, auf dem Schoß zu liegen und gehalten zu werden, sodass die individuellen Persönlichkeiten variieren können. Eine besondere Eigenheit ist ihre Vorliebe, manchmal auf den Schultern ihrer Besitzer zu sitzen, was ihre anhängliche und abenteuerlustige Natur zeigt.
Ausdruck von Zuneigung
LaPerms zeigen ihre Zuneigung auf verschiedene liebenswerte Arten, beispielsweise indem sie sanft mit ihren Pfoten nach dem Gesicht ihrer Besitzer greifen und ihren Kopf und ihr Gesicht an ihren Menschen reiben. Diese taktile Art, Liebe zu zeigen, ist charakteristisch für die Rasse. Sie neigen dazu, laut zu schnurren, wenn sie zufrieden sind, besonders beim Streicheln oder Bürsten, was ihre Freude an Aufmerksamkeit zeigt. Eine weitere einzigartige und charmante Verhaltensweise ist das gelegentliche sanfte "Klopfen" mit ihren Pfoten auf dem Gesicht ihres Besitzers als Zeichen der Zuneigung.
Pflegeleicht und besonders: Die Fellpflege der LaPerm
Überraschend pflegeleicht
Trotz ihres auffälligen lockigen Fells gelten LaPerms im Allgemeinen als pflegeleichte Rasse. Dies ist ein großer Vorteil für vielbeschäftigte Besitzer. Sie haaren tendenziell weniger als viele andere Katzenrassen, was besonders für allergieempfindliche Menschen von Vorteil sein kann (obwohl sie nicht wirklich hypoallergen sind). Ihr lockiges Fell neigt nicht so leicht zum Verfilzen und Verknoten, was ihre Pflege weiter vereinfacht. Das Fehlen einer dicken Unterwolle trägt dazu bei, Verfilzungen vorzubeugen.
Empfohlene Fellpflege
Regelmäßiges Bürsten, etwa ein- bis zweimal pro Woche, ist in der Regel ausreichend, um ihr Fell gesund zu halten, lose Haare zu entfernen und die Definition ihrer Locken zu erhalten. Dies hilft, potenziellen Verfilzungen vorzubeugen und ihr Fell optimal aussehen zu lassen. Es wird empfohlen, einen grobzinkigen Kamm oder eine weiche Bürste zu verwenden, um die empfindlichen Locken nicht zu stören oder zu beschädigen. Während des saisonalen Fellwechsels kann es sinnvoll sein, die Häufigkeit des Bürstens zu erhöhen, um mehr lose Haare zu entfernen. Obwohl eine Quelle für langhaarige LaPerm tägliches Bürsten empfiehlt, besteht der allgemeine Konsens darin, dass wöchentliches Bürsten für beide Fellvarianten ausreichend ist. Besitzer sollten das Fell ihrer Katze beobachten und die Häufigkeit der Pflege entsprechend anpassen.
Baden
LaPerms müssen normalerweise nicht häufig gebadet werden und sollten nur dann gebadet werden, wenn sie sichtlich schmutzig sind oder etwas Klebriges ins Fell bekommen haben. Zu häufiges Baden kann die natürlichen Öle aus ihrem Fell entfernen. Bei Bedarf sollte ein katzenspezifisches Shampoo verwendet werden, wobei darauf zu achten ist, dass kein Shampoo in Augen, Ohren und Maul gelangt. Es wird empfohlen, das Fell vorsichtig mit einem Handtuch zu trocknen und die Verwendung eines Föhns zu vermeiden, da dies die Locken kräuseln und ihre natürliche Textur verändern könnte. Ein leichtes Besprühen des trockenen Fells mit Wasser kann manchmal helfen, die Locken zu betonen und ihnen mehr Sprungkraft zu verleihen.
Weitere Pflegetipps
Es ist wichtig, die Krallen regelmäßig zu schneiden, in der Regel alle paar Wochen, um zu verhindern, dass sie zu lang werden und Beschwerden oder Verletzungen verursachen. Dabei sollte nur der weiße Teil der Kralle gekürzt werden, um die Blutgefäße und Nerven im Inneren nicht zu verletzen. Kratzbäume sind ebenfalls unerlässlich, um ihrem natürlichen Kratzverhalten nachzukommen und die Krallen gesund zu halten. Auch die Zahnhygiene ist von großer Bedeutung. Das tägliche Zähneputzen mit einer katzenspezifischen Zahnbürste und Zahnpasta sowie regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen beim Tierarzt tragen zur allgemeinen Gesundheit bei. Zudem sollte mit einem Tierarzt über geeignete Methoden zur Floh- und Zeckenprophylaxe gesprochen werden, um die Katze gesund und komfortabel zu halten, insbesondere wenn sie Zeit im Freien verbringt.
Gesundheit und Wohlbefinden: Worauf bei der LaPerm zu achten ist
Allgemeine Gesundheit
Die LaPerm gilt allgemein als gesunde und robuste Rasse mit einer guten Lebenserwartung von typischerweise 12 bis 15 Jahren, wobei einige Individuen sogar noch älter werden können und ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Einige Quellen nennen eine etwas kürzere Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Es sind derzeit keine rassespezifischen Hauptgesundheitsprobleme oder genetischen Prädispositionen bekannt, die mit der LaPerm in Verbindung gebracht werden. Dies ist ein bedeutender Vorteil der Rasse und deutet auf eine generell widerstandsfähige Konstitution hin. Ihre Herkunft als Farmkatzen könnte zu ihrer allgemeinen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit beigetragen haben.
Mögliche Gesundheitsprobleme
Obwohl nicht spezifisch für die Rasse, ist es wichtig zu beachten, dass LaPerms, wie alle Katzen, anfällig für allgemeine feline Erkrankungen wie Diabetes sein können. Zu den häufigen Symptomen von Diabetes bei Katzen gehören Veränderungen des Appetits, Gewichtsverlust, vermehrter Durst und Harndrang sowie Lethargie. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind bei dieser Erkrankung entscheidend. Auch das Risiko von Übergewicht besteht bei Katzen, einschließlich LaPerms, und Übergewicht kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen wie Arthritis, Diabetes und Herzerkrankungen beitragen. Daher ist es wichtig, durch eine angemessene Ernährung und Bewegung ein gesundes Gewicht zu halten, um ein langes und gesundes Leben für die LaPerm zu gewährleisten.
Genetische Prädispositionen
Die meisten Quellen deuten darauf hin, dass es keine bekannten genetischen Prädispositionen gibt, die spezifisch für die LaPerm-Rasse sind. Dies ist ein wichtiger Punkt, der ihre robuste Gesundheit und das Fehlen von erblichen Schwächen unterstreicht. Züchter kreuzen LaPerms oft mit Hauskatzen kurz- und langhaariger Abstammung, um die genetische Vielfalt innerhalb der Rasse zu erhalten, was dazu beitragen kann, das Risiko genetischer Probleme zu verringern und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Diese verantwortungsvolle Zuchtpraxis trägt zur guten Gesundheit der Rasse bei. Bei der Diskussion über die Skookum-Katze (eine Kreuzung mit der Munchkin) wird festgestellt, dass LaPerms selbst als generell gesund gelten und keine bekannten genetischen Störungen aufweisen, die sie weitervererben könnten.
Ernährung
Für die Ernährung einer LaPerm wird eine hochwertige Katzennahrung empfohlen, die dem Alter (Kitten, Adult, Senior) und dem Aktivitätslevel der Katze entspricht. Eine ausgewogene Ernährung ist für ihre allgemeine Gesundheit unerlässlich. Es ist wichtig, die Futterportionen zu kontrollieren, um Übergewicht zu vermeiden und ein gesundes Gewicht zu halten. Besitzer sollten auch Leckerlis berücksichtigen und diese in die tägliche Kalorienaufnahme einrechnen, wobei Leckerlis nicht mehr als 10 % der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen sollten. Frisches, sauberes Wasser sollte der LaPerm jederzeit zur Verfügung stehen.
Allergien
Es besteht die weitverbreitete Annahme, dass LaPerms hypoallergen sind. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass sie zwar aufgrund ihres lockigen Fells tendenziell weniger haaren als viele andere Katzenrassen, aber nicht wirklich hypoallergen sind. Das lockige Fell fängt mehr lose Haare ein, was zu weniger Haarausfall führt. Katzenallergien werden typischerweise durch ein Protein namens Fel d 1 verursacht, das im Speichel, in den Hautdrüsen und im Urin von Katzen vorkommt, und LaPerms produzieren dieses Allergen weiterhin, wenn auch möglicherweise in geringeren Mengen bei einigen Individuen. Einige Allergiker berichten möglicherweise über weniger Symptome in der Nähe von LaPerms aufgrund des reduzierten Haarausfalls, dies ist jedoch keine Garantie, und Reaktionen können weiterhin auftreten. Personen mit bekannten Katzenallergien sollten Zeit mit einer LaPerm verbringen, bevor sie eine Adoption in Betracht ziehen, um ihre Reaktion zu testen.
Fazit: Warum die LaPerm eine Bereicherung für Katzenliebhaber ist
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die LaPerm eine wunderbare Rasse für Katzenliebhaber ist. Ihr einzigartiges und ansprechendes lockiges Fell, ihr anhängliches, verspieltes und intelligentes Wesen sowie ihre relativ einfache Pflege machen sie zu einer attraktiven Wahl. Sie eignen sich gut für Familien mit Kindern und anderen Haustieren und zeichnen sich durch ihr gutmütiges und tolerantes Verhalten aus. Ihre gute Gesundheit und das Fehlen rassespezifischer genetischer Probleme sind ein weiterer bedeutender Vorteil. Die LaPerm ist eine besondere und charmante Rasse, die das Leben eines jeden Katzenliebhabers mit Freude und Kameradschaft bereichern kann.