Mammatumoren
Mammatumoren bei Katzen: Ein Überblick
Mammatumoren, auch Gesäugetumoren genannt, sind eine der häufigsten Tumorarten bei Katzen, insbesondere bei unkastrierten weiblichen Tieren. Obwohl sie seltener vorkommen als bei Hunden, sind etwa 90 % der Mammatumoren bei Katzen bösartig (maligne).
Ursachen und Risikofaktoren:
- Hormonelle Einflüsse: Unkastrierte Katzen haben ein deutlich höheres Risiko, da Sexualhormone das Wachstum von Mammatumoren fördern können.
- Genetische Veranlagung: Einige Rassen, wie Siamkatzen, scheinen anfälliger zu sein.
- Alter: Das Risiko steigt mit dem Alter der Katze.
Symptome:
- Knoten oder Schwellungen im Bereich der Milchleiste
- Veränderungen der Haut über dem Tumor (z. B. Rötung, Geschwürbildung)
- Schmerzen oder Unwohlsein
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
Diagnose:
- Klinische Untersuchung
- Feinnadelaspiration oder Biopsie zur Bestätigung der Diagnose und zur Bestimmung der Bösartigkeit
- Röntgenaufnahmen oder Ultraschall, um das Ausmaß der Erkrankung und mögliche Metastasen zu beurteilen
Behandlung:
- Chirurgische Entfernung des Tumors und des umliegenden Gewebes ist die häufigste Behandlungsmethode.
- In einigen Fällen kann eine Chemotherapie oder Strahlentherapie erforderlich sein, insbesondere bei bösartigen Tumoren oder Metastasen.
- Kastration: Bei nicht kastrierten Katzen ist eine Kastration zu empfehlen.
Prognose:
Die Prognose hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe des Tumors, das Stadium der Erkrankung und die Bösartigkeit des Tumors. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung verbessern die Überlebenschancen erheblich.
Vorbeugung:
- Kastration von Katzen vor der ersten Läufigkeit reduziert das Risiko von Mammatumoren erheblich.
- Regelmäßige Untersuchungen der Milchleiste durch den Besitzer und den Tierarzt können helfen, Tumoren frühzeitig zu erkennen.
Wichtiger Hinweis: Wenn ihr bei eurer Katze Knoten oder Schwellungen im Bereich der Milchleiste feststellt, sucht umgehend einen Tierarzt auf.